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Der Immerather Dom fällt - doch der Widerstand gegen Braunkohletagebaue geht weiter!

Kundgebung mit Bannern "Zukunft statt Braunkohle" vor der Kirche in Immerath

Die Kirche St. Lambertus, im Volksmund Immerather Dom genannt, ist zu einem Symbol des Widerstands gegen die Braunkohleverstromung geworden. Heute beginnt der Abriss des Baudenkmals, nachdem noch am Morgen Greenpeace-Aktivisten nachdrücklich ihre Botschaft "End Coal" per Banner und Leuchtbuchstaben verkündet haben. Braunkohle ist nicht nur bekanntermaßen der klimaschädlichste Energieträger im Strommix, sondern bereits die großflächigen Tagebaue zerfressen ganze Landschaften - im Rheinland, in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier.

Statt eines Nachrufs - Gedanken an Tofu

Portrait TofuDie Tour 2017 ist noch nicht lang vorbei, die Gedanken gehen schon Richtung nächste Tour, das Nachtreffen wird gerade organisiert.

Da platzt eine traurige Nachricht in die Runde: Tofu ist tot.

Als erstes erfahren die meisten aus Wams Rundbrief davon. Dann geht die Nachricht über die Liste der Touraktiven, wo viele ihre Betroffenheit äußern. Gesundheitlich stand es nicht zum besten mit Tofu, aber wer hätte mit einem solch plötzlichen Tod gerechnet?

Wir verlieren mit ihm ein Urgestein der Tour de Natur und DAS Tourgedächtnis, einen Philosophen, einen Menschen, der auf neue Menschen zugegangen ist und sich auch um die am Rande gekümmert hat.

In diesem Blog möchten wir Gedanken sammeln von vielen, die ihn über die Jahre schätzen gelernt haben. Möchtest auch du etwas über Tofu schreiben? Oder hast du ein Foto, eine Geschichte, eine Erinnerung? Wir freuen uns über deine Nachricht!

Tschüss Tofu, du wirst uns fehlen!

 

Ramstein bei Kaiserlautern: Relaisstation für die sog. Drohnenkriege des US-Militärs

Todesengel

14. Tag der Tour de Natur 2017. Am Vormittag beteiligte sich die TdN an einer Kundgebung, die die „Pfälzer Initiative: Entrüstet Euch!“ auf dem Stiftsplatz im Zentrum von Kaiserslautern veranstaltete. Conny Burkert-Schmitz von der Initiative begrüßte die TdN und erläuterte den Zusammenschluss zahlreicher Initiativen der Friedensbewegung, die sich allesamt für die Beendigung militärischer Interventionen und kriegerischer Konflikte in der Welt einsetzen. Ramstein steht wie ein Symbol für den Militarismus: Hier befindet sich der größte Truppenstützpunkt der USA außerhalb ihres Territoriums und damit zugleich die bedeutendste Logistikeinrichtung für die militärischen Aktivitäten der USA in Europa, Asien und Afrika.

Ein paar Gedankensplitter

 

Wams Morgenkunst: Schön dekorierte MüslischüsselSelbstverständlich fahre ich meine dritte Tourdenatur mit. Über eine Woche bin ich schon mit großer Freude, und auch mit Erschöpfung dabei, denn wir hatten etliche heiße Tage, ich meine jetzt die Temperatur.

Hier ein paar Gedankensplitter:

Wie ist es eigentlich mit der Pünktlichkeit? Geht es eigentlich pünktlich los mit so vielen Radlern? Na ja, so ungefähr schon.

Fragt mich eine Mitfahrerin bei einem Stopp: Weißt du, wann wir wieder los fahren? Ich blicke zur Uhr und sage „Ich glaube bald“. Da müssen wir beide herzlich lachen, denn es trifft irgendwie ins Schwarze.

Ich habe mir vorgenommen, bei dem Hallen-säubern mit zu helfen. Wenn wir unsere Gastgeber, meistens Schulen, verlassen, müssen sie sauber und besenrein sein. Um 9 Uhr soll die Halle leer sein, denn um 9.30 Uhr wollen wir pünktlich (?!!) los. In Freiburg sind wir zwei Nächte geblieben und bei all unserer Kreativität konnte ich mir nicht vorstellen, wie das möglich sein sollte. Bastelarbeiten im Vorraum und andere Dinge, die recht chaotisch und irgendwie doch liebevoll herumlagen, so etliche gefaltete Origamikraniche, aber auch Handys, Handtücher etc. Wie gut, dass es eine Fundkiste gibt.

Von Mannheim nach Kaiserlautern: Durch die Vorderpfalz und über den Pfälzer Wald zum US-Armeestützpunkt Ramstein

Freitag, 11.08.: 13. Tag der Tour de Natur 2017. Die Radler*innen starteten vom schönen und sehr geräumigen Quartier in der Waldorfschule Mannheim (eine zweizügige Schule) bei etwas besserem Wetter als am Tag zuvor. Nur wenig Regen war angesagt – für den Vormittag.

Waldorfschule Mannheim

Der erste Infoaufenthalt fand am Berliner Platz in Ludwigshafen statt. Diese Stadt hat seinerzeit die wohl konsequenteste Umsetzung der Idee „autogerecht“ erfahren. Heute lassen sich die Konsequenzen dieser fatalen Fehlplanung deutlich sehen: wenig attraktive Einkaufsstraßen in Nachbarschaft zu zwei Hochstraßen, deren Sanierungsbedarf immense Kosten verursacht; ein aus der Innenstadt herausverlegter und deshalb zu wenig frequentierter Bahnhof. Aber es gibt auch eine gelungene Investition: einen neuen S-Bahnhof mit Bus- und Straßenbahnverknüpfung am zentralen Berliner Platz. Dieter Teufel vom UPI (Umwelt-Prognose-Institut) Heidelberg informierte über den hier umgesetzten Irrweg deutscher Stadtplaner.

Ludwigshafen

Am späten Vormittag erreichte die Tour die ersten „Weinfelder“, die vollmechanisiert bewirtschaftet werden – Wein„berge“ sind dies nicht. Gleichwohl: In der Pfalz, dem größen Weinbaugebiet Deutschlands, gibt es auch viele Bio-Winzer.

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