Susanne Timm's blog

Tour 2014 ist in Dortmund gelandet!

TourteilnehmerInnen beim Frühstück auf dem Lernbauernhof in DortmundWechselbad der Gefühle und des Wetters

Am Freitagabend kommt die Tour bei Regen in ihrem Dortmunder Quartier an, dem Lernbauernhof Schulte-Tigges. Während jeder erstmal ein trockenes Plätzchen wünscht, bekommen die RadlerInnen zunächst eine Menge Instruktionen - zu FahrradParkplatz, Kompostklo, Solarduschen etc.. Die Nacht wird stürmisch und macht die Übernachtung zu einem kleinen Abenteuer - die Scheune hat eine offene Seite und der Zeltplatz ist recht nass. Auch der Start in den Samstag ist regnerisch und macht es den früher Abreisenden einfach. Die anderen werden mit viel Infos bei der Rundtour unter Leitung des ADFC, Sonne beim Vegan Street Day und einer tollen Critical Mass belohnt! Mehr als 150 RadlerInnen im Pulk und ganz spontan durch Dortmund.

Die, die das erste Abenteuer überstanden haben, wurden bei der zweiten Übernachtung reichlich beschenkt: Sonne, Lagerfeuer, sehr herzliche Gastgeber, Hofführung, reichliche Geburtstags-Sonntagsbrötchen...

60 TourteilnehmerInnen blieben bis Sonntag und ließen die Tour de Natur ganz gemütlich ausklingen, bevor sie wieder in alle Himmelsrichtungen aufbrachen.

Klaus der Geiger in concert in Kölle!

Portrait von Klaus dem Geiger

Klaus der Geiger in KölnGleich am Ende der ersten Etappe am 27. Juli kommt an einem lauschigen Kölner Sommerabend Stimmung ab dem ersten Geigenstrich auf! Die TourteilnehmerInnen sitzen im Schulhof und verfolgen die Lieder von Klaus dem Geiger und singen mit ...

Dank der modernen Technik ist das Kölner Konzert auf Youtube nachzuhören

Und hier noch Teil 2 des Abends.

Und ein zweites Mal konnten wir noch Klaus den Geiger in Borschemich auf dem Straßenfest erleben.

Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Es ist zwar schon ein paar Jährchen her, doch die alten Tourhasen und Tourhäsinnen erinnern sich: Klaus der Geiger war auf den Touren 2002 bis 2005 der Kultur-Schirmherr. Er ist mitgeradelt, hat auf den Marktplätzen mit seinen bissigen Liedtexten RadlerInnen wie auch Einheimische in seinen Bann geschlagen.

Ein paar Impressionen aus den guten alten Zeiten;-)

Niederrhein zwischen Giftmüll und Kohlekraft

Aktive der IG Endlager Mensch vor dem Deponieeingang Gestern ging es bei wieder sommerlichem Wetter von Duisburg zum Eyller Berg, der Giftmülldeponie am Rande von Kamp-Lintfort. Verstärkung bekommt die Tour de Natur von den "Eisbären", einer lokalen Radfahrgruppe. Auf der Deponie wird Sondermüll aus ganz NRW und darüber hinaus abgeladen, hohe Werte von Blei und anderen Schadstoffen haben schon viele Menschen der Umgebung krank gemacht. Deswegen regt sich Widerstand, Bürgerinitiativen und die lokale Politik fordern eine sofortige Schließung der Deponie, um die Betriebsgenehmigung wird juristisch gestritten.

Auf dem Marktplatz von Kamp-Lintfort machen die RadlerInnen zusammen mit den Aktiven der Interessengemeinschaft "Endlager Mensch" e.V. eine Kundgebung. Denn die Giftmülldeponie ist nicht nur ein Problem in der Region, sondern ein Sinnbild dafür, was wir mit unserer Wirtschaftsweise uns und der Natur antun. Das Tour-Theater zeigt sehr anschaulich, wohin immer mehr Wachstum und Konsum führen: Letztendlich platzt unsere Welt wie eine Seifenblase auseinander. Und dann können wir nicht sagen, wir hätten nichts gewusst!

Die Tour wünscht den BürgerInnen viel Glück beim Kampf gegen den Giftmüllberg; doch es liegt in unser aller Hand, etwas zu ändern und sei es nur durch einen bewussteren Konsum.

Von Düsseldorf nach Duisburg

Tour de Natur am LandtagNach den Tagen im Braunkohlerevier mit kleinen Dörfern und großen Löchern ist die Gegend gestern und heute sehr viel urbaner geworden. Von Düsseldorf nach Duisburg geht es fast nur durch Stadtgebiete, dazwischen ein paar Felder und ein bisschen Grün zwischen Schnellstraßen und PFT-verseuchten Seen, in denen Baden verboten ist.

Aus dem Klimacamp haben wir eine Petition in Form von Wunschzetteln in Deutsch, Englisch, Russisch und anderen Sprachen, die an einer Schnur aufgereiht mit den Wünschen an die Landesregierung, die Abgeordnete der Grünen und der Piraten entgegen genommen haben.

Derweil haben die AktivistInnen des Klimacamps vor Ort Zeichen gesetzt und Schienen, Bagger und Werkstore besetzt.

Am Flughafen Düsseldorf gab es eine bunte und laute Demo durch das Flughafengebäude - gegen den Ausbau des Flugverkehrs und für ein Nachtflugverbot.

Der weitere Weg nach Duisburg war mit verschiedenen Themen gefüllt, so das Thema Trinkwasserverseuchung, CO-Pipeline und die Atommüllaufbereitung der GNS.

Duisburg empfing uns mit Eindrücken eines Industriemoloch, das Stadtbild wurde aber in den letzten Jahren schon umgestaltet, zum Beispiel die Parkanlagen, des Rheinpark. Die Bewohner aus vielen Nationen haben uns vom Straßenrand zugewunken und Beifall geklatscht.

Raus aus der Braunkohle!

tour auf dem weg nach düsseldorfDie vergangenen Tage ist die Tour durchs Rheinische Braunkohlerevier geradelt, hat Aktivisten auf der Wiesenbesetzung und beim Klimacamp getroffen. Gewitter und Regen haben nicht die Stimmung verdorben und bei Sonnenschein hat die Tour de Natur zusammen mit dem Klimacamp den sterbenden Ort Borschemich noch ein letztes Mal zu buntem Leben erweckt. Abends gab es eine spannende Diskussion mit Niko Paech und Friederike Habermann zu Kohleausstieg und Postwachstumsökonomie. Heute geht es über Grevenbroich in die Landeshauptstadt, wo morgen eine kreative Petition an den Landtag übergeben wird. Heute abend gibt es noch 19:30 Uhr eine Diskussion zu Kohle- und Klimapolitik in NRW im ZAKK Düsseldorf.

Diskussion mit Niko Paech und Friederike Habermann in BorschemichDemozug mit Braunkohlekraftwerk im Hintergrund

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