Jens Hansen's blog

Endmoränenlandschaft - Kopfsteinpflaster - Alleen und schlummernde Bahnhöfe

 

Kaum gestartet in Angermünde folgte ein ausgedehntes Morgenplanschen im See, in Haßleben ging es ums verhindern der gehaßten größten Schweinemastanlage Deutschlands sowie die Reaktivierung des schlummernden Bahnhofs, ein schöner Tag der nun in Prenzlau im offenen Abend ausklingt.

 

Die letzten Züge Brandenburgs hatten es in sich: So schön die Endmoränen der Eiszeit auch die Landschaft geformt haben, nach einer Abfahrt kam auch immer wieder der nächste Anstieg. Besonders schön machen sich in dieser Landschaft die endlosen Sonnenblumenfelder vor Gerswalde, wo wir zur Mittagspause waren. Die Kerne werden zu Öl gepresst, während der Pflanzenrest in die Biogas-Anlage wandern darf; wie wir von einer Passantin vor der Bäckerei erfahren. - Allemal schöner als Mais-Monokulturen; sicher kein Persilschein für Biogas-Anlagen.

Unklar war bis zum Schluß, wie eine Autofahrerin auf der Bundeststraße nach Prenzlau in die Gruppe geraten konnte. Auf jeden Fall jagte sie einigen von uns einen gehörigen Schrecken ein.

Drei Höfe und eine Bahnstrecke

Nach einem Aktionstag in Eberswalde: Folgten heute Aktionen an drei Höfen und einer Bahnstrecke bis wir den Abend in Krekow/ Angermünde mit Diskussionen und Lagerfeuer ausklingen lassen. Kurz nach unserem Aufbruch in Eberswalde erreichten die mittlerweile 120 RadlerInnen das Kloster Chorin, Namesgeber für das Biosphärenreservat Schorfheide Chorin. Schnell darauf erstrampelten wir uns in sonnigem aber nicht zu heißem Wetter das Ökodorf Brodowin.

Neben unser Mittagspause, bekamen wir auf diesem Demeter-Bio-Hof eine umfassende Führung mit den informativen Hintergünden, zur Haltung der Tiere, das die Milch hier pasteurisiert und nicht homogenisiert wird und zu den Käsesorten die in der Hofeigenen Meierei verkäst werden. Aus der ehemaligen LPG sind heute 1250 ha übrig. 78 Mitarbeiter versorgen 250 Milchkühe mit Nachzucht, 5 Bullen, die der Herde selbst bis in den Melkstand folgen.

 

Milchviehbetrieb Dobbe in Schmargendorf bot soviel himmelstinkenden Kontrast, dass das Touren-Theater die Aufführung von Bauer Klein und seinen mutigen Kühen zeigte. Der Betrieb will am Rande und innerhalb des Schutzgebietes Schorfheide Chorin seine Milchkühe von 600 auf 1600 aufstocken. Schon bei der hollprigen Anfahrt saßen einige Betriebsangehörige wie Späher auf dem über 5 m hohen Silageberg. Die Einzelheiten führte  Frau Dr. Schwaier vom Verein Zubila aus. Der Protest  brauchte auch hier dringend die Unterstützung der Tour de Natur-

 

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