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Fieberhafte Vorbereitungen

Gerade noch anderthalb Monate bis zum Tourstart 2012! Nach dem Kreativen Himmelfahrtswochenende werden jetzt die wichtigen letzten Orga-Sachen angeschoben. Darunter hat nicht nur die Öffentlichkeitsarbeit, sondern auch das Webformular zum Online-Anmelden oberste Priorität. Damit sich möglichst viele Teilnehmer schon im Voraus anmelden und wir Orgamenschen besser planen können. Da wir alle die Tour de Natur in unserer Freizeit (sprich ehrenamtlich) vorbereiten, bitten wir um ein klein wenig Geduld, wenn nicht sofort alles funktioniert! Wer ganz ungeduldig ist, kann sich das Formular vom Flyer ausdrucken und zurückschicken, faxen oder mailen.

Übrigens können eben diese Flyer und Plakate (DIN A2) zahlreich zum Verteilen, Auslegen und Aufhängen bestellt werden (Und bitte unbedingt  eure Postadresse mit angeben!)

Als Einstimmung noch ein Foto von der Berliner Sternfahrt, an der unglaubliche 150.000 Radler teilgenommen haben! Nicht alle, aber ein paar davon finden bestimmt auch zur Tour, die in diesem Jahr unter anderem durch die Hauptstadt führt.

Freie Fahrt für freie Radler!

Eindrücke vom kreativen "Wuseln" in Könnern 17. bis 20. Mai 2012

Am Himmelfahrtswochenende haben sich gut ein Dutzend Tour-Aktive in der Attac-Villa in Könnern/Saale getroffen. Bei schönstem Sonnenschein und bester Laune. Für die bevorstehende Tour de Natur haben wir hier Lieder umgetextet, ein Theaterstück erarbeitet und viel musiziert und gesungen. Daneben blieb noch genug Zeit für Austausch und Spaß, Kaffee im Garten, Abende am Kamin. Alles, was hier kreativ geschaffen wurde, bekommt während der Umweltradtour noch seinen letzten "Schliff".

Deshalb möchte ich an dieser Stelle alle kreativen Menschen und die, die es werden möchten, und die, die von ihrer kreativen Ader noch gar nichts wussten, ganz herzlich einladen, bei der Tour de Natur 2012 dabei zu sein - es lohnt sich!

Bei Sonnenschein gegen Atomkraft - Abschluss der Tour de Natur 2011 in Berlin

15 Tage führte die Tour de Natur fast 800 Kilometer durch sechs Bundesländer, drei Landeshauptstädte bis zur Hauptstadt Berlin. Eine lange und intensive Tour, die auf ihrem Weg unterschiedliche Umweltthemen aufgegriffen hat. Rund 20 Initiativen haben die Tour de Natur unterstützt und ihre Anliegen auf den Weg gegeben, für Menschenschutzgebiete statt unnötiger Straßenbauprojekte, für erneuerbare Energien statt Kohle- und Atom-Dinosaurier der Energiewirtschaft und für friedliche Nutzung von Militärgebieten. Das Wetter war den ingesamt über 200 Radlerinnen und Radlern aus allen Ecken Deutschlands nicht immer hold. Doch ihren diesjährigen Abschluss konnte die Umwelttour bei Sonnenschein feiern. In Berlin haben die Teilnehmenden ihre Wünsche und die Anliegen der  unterwegs besuchten Bürgerinitiativen am Bundeskanzleramt überbracht und den aus Gorleben symbolisch mitgeführten Atommüll abgeladen - mit der Forderung nach einem schnellstmöglichen Atomausstieg bis 2015 und dem Stopp der Pläne für das Atommüll-Endlager Gorleben.

Ein bunter und lebendiger Abschlusstag, zu dem ebenfalls eine Protestaktion gegen den Weiterbau der A 100 (Stadtring Süd) durch Wohngebiete und Parks gehörte wie auch das Abschlussfest in der Kiezspinne. Jetzt ist zu hoffen, dass die gesetzten Impulse und geknüpften Netze die einzelnen Initiativen voran bringen!

Auf den Hund gekommen

Hündin Lotta im Lenker-KörbchenGestern ist die Tour in Brandenburg eingetroffen, wo heute der Aktionstag mit Vorträgen, Workshops und Exkursionen stattfindet. Wettermäßig hat sich der Sommer zurückgemeldet. Auf dem Gelände der Krugparkschule stehen und sitzen Grüppchen, die Musik machen oder Theater proben oder bei veganem Gulasch nett plauschen... Und mittendrin wuselt die Hündin Lotta herum, die sich die Herzen der Tourteilnehmer im Sturm erobert hat. Lotta fährt im Lenker-Körbchen mit und lässt sich auch von vierbeinigen Passanten nicht aus der Ruhe bringen. Solch verträgliche tierische Demoteilnehmer sind jederzeit bei der Tour de Natur willkommen!

Tour mit Hündin

Schwebende Friedensengel am Panzerdenkmal

Nachdem wir gestern schon vom Fotografen und Friedensaktivisten Bernd Luge mit einem Diavortrag eingestimmt wurden, radelten wir heute auf der einzigen öffentlichen Straße durch die Heide. Links und rechts der Straße Wald und Buschlandschaft, davor in regelmäßigen Abständen Schilder, die vor dem Betreten des Geländes warnen oder auf einen möglichen Zusammenstoß mit einem Panzer hinweisen.

Die Colbitz-Letzlinger Heide wird schon seit langem militärisch genutzt, inzwischen auf Hightech-Niveau. Soldaten bekommen hier vor ihren Auslandseinsätzen eine spezielle Ausbildung.

Die Bundeswehr wirbt mit diesem Hochtechnologie-Übungsplatz, die Bürgerinitiative OFFENe HEIDe stellt sich seit fast 20 Jahren dagegen und für eine friedliche Nutzung.

Um deren Anliegen zu untermauern, haben Aktivisten der Tour de Natur das Geschützrohr des ausgedienten russischen Panzers erklommen und dort einen Kranz aufgehängt: "Ausgedient für immer" und "Stoppt alle Rüstungsexporte" steht auf den Trauerschleifen. Dann sind zwei Aktivisten als „Friedensengel“ hochgeklettert und haben schwebend Geige gespielt – zu dem Lied "Es ist an der Zeit".

Aktueller Anlass sind die Waffenexporte nach Saudiarabien. Gegen den Waffenhandel gibt es übrigens eine Unterschriftenliste.

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