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Bergfest der Tour de Natur am Nordseestrand

am WeserdeichGestern war das Wetter gemischt mit Regenschauern am Weserdeich und Sonnenschein ab Mittag. Ebenso gemischt war die Stimmung. Der Demozug ist auf 150 TeilnehmerInnen angewachsen, denn zum Wochenende sind zahlreiche neue Teilnehmer hinzugekommen, aber es haben sich auch schon einige verabschiedet, die in der ersten Tourwoche mitgeradelt sind. Bei schönstem Sonnenschein gab es eine laute und bunte Kundgebung in Cuxhaven mit Protestliedern, Straßentheater und Musik zum Thema Elbvertiefung. Viele Passanten blieben interessiert stehen.

Heute morgen passte das Wetter mit leichtem Regen zur Abschiedsstimmung. Für die einen kommt der Augenblick der Abfahrt, aber es kommen auch ständig neue Menschen hinzu, um die kommende Woche weiter bis Kiel mitzuradeln. Gern kann jede/r mit funktionstüchtigem Rad, Isomatte und Schlafsack ein Stück mitkommen!

Von Cuxhaven geht es Dienstagmorgen weiter, bis dahin gibt es Zeit für Wattwanderungen, Baden, Musik machen, Workshops ...

Mit 198 RadlerInnen durch den Wesertunnel

WesertunnelHeute kam der spannende Moment - die von uns vor Gericht erstrittene Durchfahrt durch den Wesertunnel. Das allererste Mal in 12 Jahren Tunnelgeschichte durfte eine Fahrraddemo durch den Tunnel! Schon gestern und heute haben uns viele Menschen an der Straße angesprochen "Ach, ihr seid das mit dem Wesertunnel" oder ""Hab schon von euch gelesen, viel Spaß!". Die kurzfristige Werbung über die Bürgerinitiativen links und rechts der Weser und die Artikel in diversen Zeitungen haben ihre Wirkung getan - zu den rund 130 Tour de Natur-TeilnehmerInnen gesellten sich um die 70 Einheimische, die mitradelten. Auch im Radio wurde berichtet und die AutofahrerInnen vor dem Stau gewarnt. Heute abend gibt es in Bremerhaven eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Autobahn A20, für die der Wesertunnel das inoffizielle erste Teilstück darstellt.

Wer Lust hat, kann sich der Tour de Natur noch anschließen - bis 6.8. ist sie unterwegs bis Kiel!

Tour kommt über die Grenze - Aktion an der kaputten Friesenbrücke

Therater an der FriesenbrückeHeute sind wir bei wolkigem und sonnigem Wetter von Winschoten über die Grenze nach Weener und Papenburg geradelt. Auf dem Emsdeich in unmittelbarer Nähe der kaputten Eisenbahbrücke von Weener haben wir mit einem Theaterstück symbolisch den Stein ins Rollen gebracht, damit diese Brücke schnell wieder aufgebaut wird und in der Zwischenzeit gute Lösungen gefunden werden - für die lokalen Pendler zur Emsquerung und für die Bahnreisenden, gerade auch diejenigen mit Rädern.

Von beiden Emsseiten kamen die stellvertretenden Bürgermeister/in, aus der Provinz Groningen der Fraktionsvorsitzende von Groen Links - an alle drei haben wir mit dem Stein den Auftrag weitergegeben, sich einzusetzen.

Ein weiteres Ziel auf dem Weg nach Papenburg war die Meyerwerft. Am Vorabend hatten wir bereits von der BI "Rettet die Ems" erfahren, welch gravierende Auswirkungen die Ausbaggerungen der Ems haben. Hier an der Werft sahen wir, wie riesig die Pötte sind, die hier gebaut werden. Diese Problematik hat die Tour als Theaterversion von "Der Fischer und sine Fru" in der Fußgängerzone von Papenburg dargestellt.

Ein ereignisreicher Tag, den Vorträge zur Bedeutung der Moore abgerundet haben.

Das 2. Mal dabei - keine Anfängerin mehr

Trotzdem bin ich aufgeregt. Wen treffe ich wieder? Wie wird dieses Mal das Erleben sein? Na, die Bahnfahrt war schon aufregend genug, und in Leer die ersten bekannten Gesichter! Freude pur!

Und dann in Groningen/NL: das Fahrradparadies und es wird unglaubliches berichtet, z.B., dass die Ampelphasen für Radler kürzer sind, wenn es regnet!! Aber das muss mensch alles selbst erleben/erradeln.

Aber jetzt ist ja schon Montag und das Wetter ist immer noch gut. Heute ist der "Ruhetag", der angefüllt ist mit verschiedenen Workshops. Ich war mit auf Exkursion zur Beobachtung der bedrohen Wiesenweihe. Mit viel Enthusiasmus berichtete ein Mensch von seiner Arbeit. Ich habe sie nicht gesehen, aber den engagierten Mann zu erleben, das war schon super.

Verflixt, die Zeit reicht nicht, denn gleich gibt es einen Vortrag zur Emsvertiefung, und eine kurzer, kräftiger Regenschauer brachte den Zeitplan durcheinander.

Bis bald Annett

 

Tourstart in Groningen - Sonne, gute Stimmung und 130 RadlerInnen sind dabei!

Groningen Grote Markt

->Infos zur Tour findest du hier

-> Informatie in het Nederlands

 

Gestern Nachmittag gab es einen tollen Auftakt in Groningen mit drei Exkursionen geführt von lokalen Mitgliedern des "Fietsersbond" (Radfahrerbund). Spannende Infos über eine Stadt mit 200.000 Einwohnern und rund 50.000 Studierenden, die über 60% Radfahranteil im Stadtbereich hat. Jetzt wird z.B. daran gearbeitet, Velorouten zu den weiter draußen gelegenen Ortschaften zu bauen, damit auch die Menschen von dort mit dem Rad nach Groningen pendeln können!

Quartier hatten wir im Parcivalcollege nahe dem Hauptbahnhof aufgeschlagen. Der Innenhof war rappelvoll mit fast 30 großen und kleinen Zelten, die Turnhalle ebenfalls gut mit mehreren Dutzend Matten gefüllt. Und gleich nach Ankunft gab es das erste Essen von Wams "Fläming Kitchen".

Klage eingereicht: Gegen das Verbot, den Wesertunnel zu befahren, hat unser Anwalt Klage eingereicht. Die Begründungen der Behörde sind nicht wirklich stichhaltig. Jetzt wird es spannend, wie das Gericht in erster Instanz entscheidet.

Das Tourgefühl kam auch am Sonntagmorgen auf der ersten Etappe auf, denn mit so vielen Rädern gemeinsam zu radeln macht nicht nur Spaß, sondern auch Eindruck - selbst in einer Radfahrerstadt wie Groningen!

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Weitere Eindrücke der ersten beiden Tage:

23. Juli: Radverladeaktion in Leer - Anhänger vollgepackt

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