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Wesertunnel: Freie Fahrt für Autofahrer sticht Demonstrationsrecht? NEIN!!

2008 erklagte die Tour de Natur das Recht auf der A44 zu fahren

Update 27. Juli: Einstweilige Verfügung - wir dürfen durch den Tunnel!

Update 24. Juli: Die Tour de Natur hat Klage eingereicht und wartet gespannt, wie das Gericht in erster Instanz entscheidet!

Morgen, 23. Juli, geht es in Groningen los - zwei Wochen Tour de Natur bis Kiel. Kurz vor Tourstart kommt immer der spannende Moment, wenn der Demonstrationsbescheid vorliegt. Denn die Änderungen können den Ablauf der Tour ziemlich beeinträchtigen. Ein Beispiel im letzten Jahr war eine Brückensperrung kurz vor Potsdam, wodurch die sowieso lange Etappe noch ein paar Kilometer länger wurde. Aber in so einem Fall lässt sich eben nichts ändern!

In anderen Fällen geht es jedoch um unser Recht auf Demonstration. In diesem Jahr wird uns also die Fahrt durch den Wesertunnel untersagt. Die Begründungen sind mehr als fadenscheinig und berücksichtigen nicht im mindesten das Demonstrationsrecht, sondern scheinen vielmehr ein Zugeständnis an das vermeintliche Recht der Autofahren zu sein, überall und immer fahren zu dürfen!

Auf nach Groningen - am 23. Juli startet die Tour de Natur!

-->Informatie in het Nederlands

Radgruppe bei der Fahrt von vorn

In Kürze geht die Tour los! Das Reisefieber steigt und die Frage, wie viele Menschen die Mühe auf sich nehmen, in den Nordosten der Niederlande zu kommen.

Aktuelle Infos zur Anreise: Die Zugstrecke von Leer nach Groningen ist seit Ende 2015 unterbrochen. Doch wir haben bei Streckenbetreiberin Arriva einen Anhänger für Fahrräder am 23. Juli organisiert. Auf der Strecke von Zwolle nach Groningen sind am 23.+24.Juli Bauarbeiten. Das bedeutet, es gibt Ersatzbusse ohne Fahrradmitnahme. -->Tipps für die Anreise

Am 3.12.2015 ist die Eisenbahnbrücke über die Ems so schwer gerammt worden, dass sie seitdem außer Betrieb ist. Der Zug fährt seitdem erst ab Bad Nieuweschanz und von Leer oder Papenburg sind mehr als 20km per Rad zu überbrücken. Denn die Busse des Schienenersatzverkehrs nehmen keine Räder mit (auch keine Kinderwagen oder Rollstühle). Das kann keine Lösung für die nächsten Jahre sein, findet die Tour de Natur und der ADFC Leer. Deshalb wird es an der zerstörten Friesenbrücke in Weener auch am 26. Juli eine Kundgebung geben. -->dies und alle Streckeninfos hier

Tourwerbung auf der Köhlbrandbrücke

Tourplakat auf der Hamburger Fahrrad-SternfahrtDie versprochene Sonne kam nicht hervor, doch zum Glück wurden die rund 25.000 Radfahrer*innen auf der Hamburger Fahrrad Sternfahrt vom Regen verschont.

Größte Attraktion war auch in diesem Jahr wieder die Fahrt über die Köhlbrandbrücke - dem Hamburger Wahrzeichen, das 363 Tage im Jahr* den Autofahrern vorbehalten bleibt. Heute gab es dagegen eine viele Kilometer lange Fahrradschlange über die Brücke! Vom Rad lässt sich der phantastische Blick über den Hafen und zum Michel so richtig genießen, gerade auch bei der schnellen Abfahrt zum anderen Köhlbrandufer!

Mit dabei auf rund 45 Kilometern durch Hamburg war das Plakat der Tour de Natur 2016 - gut sichtbar auf meinem Fahrradanhänger montiert. Zahlreiche Menschen fragten nach und bekamen von mir einen Tourflyer. Hoffentlich sind ganz viele von ihnen auch auf der Tour dabei!

Den Abschluss der Hamburger Sternfahrt bildete eine Kundgebung auf dem Rathausmarkt mit großem Geklingel und Gesprächsbeiträgen zum Thema Fahrradstadt Hamburg und den bis dahin zu bewältigenden Hürden. Am 21.6. geht es übrigens beim TAZ Salon auch um dieses Thema: "Vorfahrt fürs Fahrrad".

Pfingsten in die Lausitz!

Tour vor dem Tagebau Jänschwalde (2015)

CooperideIm vergangenen Sommer sind wir mit der Tour de Natur in die Lausitz geradelt, um uns ein Bild von den Folgen des Braunkohleabbaus zu machen und die lokalen Initiativen für den Ausstieg aus der Braunkohle zu unterstützen. Die Forderung an Vattenfall lautet, in der Lausitz zu bleiben und den Strukturwandel von Braunkohle hin zu Erneuerbaren Energien einzuleiten. Doch der schwedische Staatskonzern möchte sich so einfach wie möglich aus seiner Verantwortung für die Folgen des Braunkohleabbaus stehlen und forciert den Verkauf. Deshalb ist es wichtig, dass Pfingsten so viele Menschen wie möglich in der Lausitz ein Zeichen setzen! Kommt zahlreich zum Lausitzcamp und beteiligt euch am Widerstand gegen weitere Braunkohletagebaue. Es gibt am Pfingstsamstag eine Demo in Welzow und darüber hinaus mit "Ende Gelände" Aktionen des zivilen Ungehorsam.

Mit dem Rad zur Klimakonferenz

Radtour Cooperide in HamburgRund 25 wettergeprüfte Radlerinnen und Radler kamen heute nach Hamburg. Gestartet ist Cooperide am 14. November in Kopenhagen, das Ziel heißt Paris, wo die Aktiven pünktlich zur COP 21 ein Zeichen für den Klimaschutz setzen wollen. Respekt angesichts des regnerischen Wetters in den letzten Tagen! Doch heute hat der Regen in Hamburg Pause gemacht und trocken sind die Cooperide-RadlerInnen mit Verstärkung von Hamburger Umweltaktivisten ins Zentrum und vors Rathaus gefahren. Rund 80 RadlerInnen zeigen Flagge für den Kohleausstieg in Deutschland und ein wirksames Klimaabkommen in Paris.

Morgen zieht die Cooperide weiter Richtung Bremen und macht südlich der Elbe noch einen Abstecher zum Kohlekraftwerk Moorburg. Der Klimakiller von Vattenfall und Schandfleck für die Hansestadt soll morgen offiziell eingeweiht werden. So nicht! - heißt die Botschaft, denn die Stromerzeugung mittels Kohlekraft ist eine Steinzeittechnologie.

Deshalb luden die RadlerInnen die PassantInnen ein, am 29.11. zum Global Climate March nach Berlin zu kommen und dort den Kohleausstieg von der Bundesregierung als Beitrag zur COP21 zu fordern. Auch in vielen anderen Städten finden Kundgebungen statt. Sei auch du dabei!

Hier noch ein paar Eindrücke aus Hamburg von der Cooperide:

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