Abenteuer Gemeinschaft - Helmstedt, 28.07.2015

Moin, moin!

Es ist 7.00 Uhr. Die „Tour“ schläft noch.

Die Turnhalle ist gefüllt mit tiefen Atemzügen und sanftem Schnarchen. „Fast synchron“ denke ich. Irene sitzt auf ihrer Isomatte und liest. Ich gehe auf Zehenspitzen in den Waschraum. Simone kommt mir verschlafen entgegen.

„Moin, Moin!“

Der Morgen ist frisch, der Himmel noch nicht blau und der Schulhof vom Julianum gähnt leer. Vor Wam`s Küchenwagen surrt der Propangaskocher unter dem Wasserkessel. Der erste Kaffee schiebt die Frühstücksvorbereitung an. Abwasch vom Vorabend wartet geduldig in den schwarzen Abwaschbottichen.

Wind streicht durch die Baumwipfel. Der Rasen des Sportplatzes ist taufrisch. Das Gras duckt sich unter meinen Schritten. Über den Bahndamm donnert ein Zug durch Helmstedt.

Gestern Abend noch lag Helmstedt im Mondschein. Ich saß in der Gartenstadt auf einer Schaukel und unser Gespräch bewegte sich mit ihr durch die Nacht. Worte, die sonst keinen Platz finden, fielen in die Dunkelheit.

Das war gestern und ich schüttele die Gedanken an den Abend auf, wie meinen Schlafsack zum lüften.

Ich stehe wieder auf dem Schulhof. Das heiße Wasser dampft aus den Spülbottichen.

Christian und Paul stehen vor den benutzten Tellern, Tassen und Töpfen. Ich krempele die Ärmel hoch. Tofu schlurft zum Fahrradschuppen fährt noch vor dem „wach werden“ in die Stadt.

Der Tag schwappt hervor und das Frühstück ist wie die Startlinie über die die Tourteilnehmer starten, wie ein Heuschreckenschwarm sich darauf stürzen und Kraft sammeln damit die Räder wieder rollen können.

Moin, Moin!