Christian aus Braunschweig über die Aktion in Lübbenau - 5.8.2015

 

"Dorf um Dorf verschwindet, wo man Kohle findet", war der Refrain des RadlerInnen-Chores auf dem Marktplatz (von Lübbenau).

Beim Kaschieren der von Baggern zerwühlten Landschaft nimmt die Brandenburger Landespolitik enorme ökologische Schäden in Kauf. Landschaften mit alten Tagebauen werden oberflächlich durch neu geschaffene Seen "aufgehübscht" (Vattenfall und Co. stellen sich schon jetzt als Naturliebhaber dar), während andernorts ökologisch desaströse Landschaftsveränderungen durch das Umleiten des Spreewassers verursacht werden. Der grossflächige Kontakt mit tieferliegenden Bodenschichten macht das Spreewasser als Lebensraum, bzw. für die Nutzung duch Menschen in manchennRegionen schon heute weitgehend unbrauchbar.

Das Open Air-Theater stellte die gegensätzlichen Positionen dar: "Bruno Bagger", ein Lausitzer Baggerfahrer fordert stur und eindimensional, das sei (s)eine Arbeit, wie geschaffen für ihn; gut bezahlt - ausserdem könne er sonst nichts anderes - er habe immerhin noch hohe Schulden für Haus, Auto etc. abzuzahlen... ; Danach spricht ein Kind; für die künftigen Genertionen. Es sieht den künftigen Konflikt bis hin zu Kriegen um die letzten Umweltressourcen eskalieren.

Für diese Weitsicht, für die Lebensgrundlagen künftiger Generationen fährt die Tour den Natur zwei Wochen quer durch das Land.