Tour de Natur - Aktuelles und Pressekontakt

Pressekontakt

Susanne Timm

E-Mail oder telefonisch unter

0151 28 41 61 43

 

 

Tour de Natur 2018 ist in Vorbereitung

Tour de Natur 2014Die vergangene Tour de Natur 2017 führte von

Basel - Heidelberg - Kaiserslautern

29. Juli bis 12. August 2017

Übersicht aller Kundgebungen & Veranstaltungen

Presseerklärung zur Tour de Natur 2017

Presseerklärung 4.8.2017: Tour de Natur erstreitet sich vor Gericht die Fahrt über die Iffezheimer Staustufe


Pressefotos: Einfach von der Dropbox herunterladen.


 

 

      Mobile Pressearbeit auf dem Stufentandem  Jens Hansen und Hund Lotta

    • Susanne  Timm im mobilen Pressebüro (links) sowie Jens Hansen mit Hündin Lotta (rechts) 
      • tourdenatur.net als QR-Code (versch. Varianten):
        tourdenatur.net als QR-Code QR-code grün  TdN-QR-code farbig mit LogoTdN-QR-code_graugrün


    •  

Kommentare

Wie ich meine erste Tour de Natur 2001 erlebt habe.

Da will ich mal berichten, wie ich, Thomas Schönfelder aus Dersden, meine erste Tour de Natur erlebt habe. Meine damalige Freundin gab mir damals wenige Tage vor dem offiziellen Tourbeginn einen Flyer der Tour de Natur und war der Meinung, das ich da mal mitradeln sollte. Gesagt getan, ich hab mich dann bei Karola Wolf erkundigt, wie ich zur Tour gelangen kann. So kam ich mit der Vortour von Dresden in Berührung. Wir fuhren mit der Eisenbahn bis Hohenstein-Ernsttal und von dort aus ging es per Fahrrad weiter, wobei wir 4 Radler waren. So radelten wir zunächst bis Greiz, wo wir die erste Nacht der Vortour in der Krebsmühle verbrachten. Die Krebsmühle ist ein alternatives Wohnprojekt mit damals 5 ständigen Bewohnern, welche die Krebsmühle Stück für Stück wieder ansehnlich machen wollen.

Am nächsten Morgen ging es nach dem gemeinsam mit den Bewohnern der Krebsmühle eingenommenen Frühstück weiter. Wir hatten uns aber leider mit der Entfernung zum nächsten Quartier völlig verschätzt. Da wir wgen dem Frühstück auch noch relativ spät losgeradelt waren und uns noch zusätzlich auf der Strecke verfahren hatten, war das vorgesehene Quartier nicht mehr zu erreichen. So mussten wir auf einem Feld übernachten, weil wir, in der Hoffnung, unser Quartier doch noch zu erreichen, bis spät in die Nacht geradelt waren und dann völlig erschöpft waren, wobei nur das Feld zum Übernachten blieb. Morgens wurden wir dann zu allem Überfluss 6:00Uhr von Mähdreschern geweckt. So schnell war wahrscheinlich noch keiner von uns jemals zuvor aufgestanden und hatte seine Sachen zusammengeräumt. Wir radelten dann in den nächsten Ort, um und mit einem Frühstuck und einem Morgenkaffee erst mal für die nächste Etappe unserer Tour zu stärken. Wir wollten nach Gotha, wo wir von den Erfurtern erwartet wurden, die ebenfalls auf dem Weg nach Kassel waren, wo der Start der Tour de Natur war. In Gotha kamen wir am frühen Nachmittag an, verbrachten dort eine gemeinsame Mittagspause mit den Erfurtern. Dann radelten wir gemeinsam bis nach Holzhausen, wo wir in einem Stall unser Nachtlager hatten und abends beim Lagerfeuer viel zu erzählen hatten.

Am nächsten Morgen ging es dann nach Niederkaufungen bei Kassel, wo das Quartier des Tourstarts war.

Nun sollte ich die Tour de Natur mit all ihren Facetten also kennen lernen. Schon auf der Etappe von Holzhausen nach Niederkaufungen sollte ich einen ersten Eindruck erhalten, als Uwe Kappell auf seinem Akkordeon das Pendolino Lied geübt hatte und auf der Strecke Katja und Judith das Oleo geungen hatten.

Auf der Toureröffnung und später während der Tour lernte ich dann das gesamte Spektrum der Aktionsvielvalt zum ersten Mal haunah kennen, als auf den Marktplätzen getanzt wurde, wohl um Lebensfreude zu demonstrieren, um den Menschen zu zeigen, das ein Auto nicht zwingend notwendig ist, um glücklich zu sein. Mir gefällt auch, das auf der Tour viel gesungen wird, sowohl Aktionslieder, die unsere Sichtweise zu einer zukunftträchtigen Verkehrspolitik deutlich machen, als auch einfach nur schöne Volkslieder, die unsere Gemeinschaft vertiefen. Und genau das ist es, was die Tour de Natur für mich so attraktiv macht. Logisch, das die Tour in allererster Linie eine Demonstration ist. Das aber dabei auch Spaß und soziale Gemeinschaft, abends im Quartier beim gemeinsamen Singen manchmal sogar am Lagerfeuer nicht zu kurz kommen, war für mich ein völlig neue Erfahrung. Ich bin in der DDR aufgewachsen. Da wurde der politische Kampf nicht mit so viel Fröhlichkeit und Augelassenheit geführt, abgesehen mal von den Weltfestspielen der Jugend und Studenten 1973 in Berlin, wo neben dem politischen Lied auch jede Menge ausländische Kunst und Kultur zu erleben war. Der so genannte Klassenkampf wurde in der DDR viel ernster geführt. Die Tour de Natur kann dagegen diese AUsgelassenheit zulassen, ohne dabei das eigentliche Kampfziel, eine umwelt- und sozialverträgliche Verkehrspolitik zu erreichen, aus den Augen zu verlieren.

Besoners in Erinnerung bleiben wird mir die Etappe von Eschwege nach Wahlhausen zur Gedenkstätte der innerdeutschen Grenze. Auf diesem Streckenabschnitt konnte ich die wirklich herausragenden Fähigkeiten unserer ChorsängerInnen, damals Wolf, Sabine Wachsmuth, Elisabeth... beim Sto mi Emilo erleben. Die genannten Sänger sangen dieses Lied, das ich damals voller Ergriffenheit gehört habe, ich radelte unmittelbar mit den SängerInnen. Und ich hatte dabei den wunerschönen Blick auf die Berge des Werratals, das ich in der Gegend um Eschwege als besonders schön empfinde.

Die Organisatoren der Tour de Natur mögen bitte dafür sorgen, das diese Mischung von Spaß, gemeinsamem Singen, sozialer Gemeinschaft bei aller Ernsthaftigkeit des Kampfes für eine Umwelt und Sozialverträgliche Verkehrspolitk auf jeden Fall erhalten bleibt.