Auf nach Groningen - am 23. Juli startet die Tour de Natur!

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Radgruppe bei der Fahrt von vorn

In Kürze geht die Tour los! Das Reisefieber steigt und die Frage, wie viele Menschen die Mühe auf sich nehmen, in den Nordosten der Niederlande zu kommen.

Aktuelle Infos zur Anreise: Die Zugstrecke von Leer nach Groningen ist seit Ende 2015 unterbrochen. Doch wir haben bei Streckenbetreiberin Arriva einen Anhänger für Fahrräder am 23. Juli organisiert. Auf der Strecke von Zwolle nach Groningen sind am 23.+24.Juli Bauarbeiten. Das bedeutet, es gibt Ersatzbusse ohne Fahrradmitnahme. -->Tipps für die Anreise

Am 3.12.2015 ist die Eisenbahnbrücke über die Ems so schwer gerammt worden, dass sie seitdem außer Betrieb ist. Der Zug fährt seitdem erst ab Bad Nieuweschanz und von Leer oder Papenburg sind mehr als 20km per Rad zu überbrücken. Denn die Busse des Schienenersatzverkehrs nehmen keine Räder mit (auch keine Kinderwagen oder Rollstühle). Das kann keine Lösung für die nächsten Jahre sein, findet die Tour de Natur und der ADFC Leer. Deshalb wird es an der zerstörten Friesenbrücke in Weener auch am 26. Juli eine Kundgebung geben. -->dies und alle Streckeninfos hier

Doch zurück zu Groningen, einer kleinen Großstadt mit rund 200.000 Einwohnern und zahlreichen Student*innen. Bereits Ende der 70er Jahre gab es die Idee, den Verkehr zu revolutionieren. Die Teilung der Innenstadt in vier Bereiche, die man untereinander nicht mehr direkt per Auto, aber per Rad, zu Fuß oder mit dem Bus erreichen kann, hat dem Umweltverbund - besonders dem Rad - einen echten Vorteil eingebracht! Ziele in der Stadt sind per Rad viel schneller zu erreichen, ergo, fährt man auch öfter mit dem Rad. Von 50 bis 70% gehen die Angaben für den Anteil des Fahrrads an den Wegen. Da nehmen sich 12 - 18% Radverkehrsanteil in Hamburg oder Berlin doch recht mickrig aus.

Ein Video, das die Vorteile, Besonderheiten und die Gründe für das Radfahren herausstreicht: Groningen: The World's Cycling City (2013)

Und hier noch ein Video, dass sich kritisch damit befasst, dass Groningen mehr für seine vielen Tausenden Radfahrer*innen tun könnte: Groningen, Candidate Cycling City 2016

Außerdem ein kleiner Bericht über die neuesten Ideen für besseren Radverkehr - intelligente Ampeln, die bei Regen kürzere Wartezeiten einstellen und beheizte Radwege gegen Eisglätte.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf unseren diesjährigen Startort Groningen und möchte mir gern mit eigenen Augen die Wunder und vielleicht auch die eine oder andere Unzulänglichkeit anschauen. Gern nehm ich ein paar Ideen mit in die Autofahrerstadt Hamburg!