Tofu und der vegane Rahmspinat

Tofu mit veganem Essen und Wurstbrot

Es begab sich im Jahr 1999, wahrscheinlich auf dem Wuselwochenende, als Tourtreffen noch im legendären Grünen Haus in Erfurt stattfanden. Durch diese Begebenheit waren Tofu und ich uns leider jahrelang nicht grün. Doch irgendwann haben wir sie rekapituliert und konnten endlich beide darüber lachen! Seitdem gehörte diese kleine Story ins Geschichtenrepertoire von Tofu und wir erzählten sie auch gern gemeinsam und zogen uns gegenseitig auf:-)

 Also es war so:

 Tofu hatte bei dem Treffen das Kochen übernommen und sollte vegan kochen.

 An dieser Stelle führte Tofu immer gern aus, dass das für ihn, der in der DDR sozialisiert wurde und normalerweise mehr auf auf thüringische Hausmannskost stand, eine ziemliche Herausforderung war. Doch nach langem Suchen hatte er endlich ein geeignetes Rezept gefunden, ein indisches Gericht mit Spinat und Reis. Sein Essen war auch wirklich sehr lecker geworden!

Nur hab ich danach etwas in den Müll getan (ich hab noch heute den Mülleimer in der Küche des Grünen Hauses vor Augen!) und dabei fiel mir zufällig die Packung in die Hand. Und nun ja, es war Rahmspinat. Da mir das mit der veganen Ernährung sehr wichtig war, bin ich zu Tofu hin … Tofu fühlte sich wohl auf den Schlips getreten, denn er hatte sich ja solche Mühe mit dem Essen gegeben. Spinat kannte er einfach nur als Rahmspinat! Er unterstellte mir auch gern, ich hätte extra im Müll gewühlt, um ihm seinen Fehler aufs Brot zu schmieren.

Nur eine kleine Begebenheit, über die wir immer wieder gern gescherzt haben, auch auf der 2017er Tour de Natur.

 Lieber Tofu, deine unnachahmliche Art des Geschichtenerzählens werde ich sehr vermissen!

 Timmi