Karl-Heinz3's blog

Sonntag, 2. August 2020, dritter Tag der Corona-Alternativtour: Exkursionstag in die Region um Heubach

Nach guter Nacht auf 700 m Höhe fand ab dem späten Vormittag eine Radexkursion in die Umgebung statt. Mit der Wegweisung eines (bekannten) Navigationssystems führte M. die Touries zunächst einen schmalen, grobschottrigen Weg hinunter, dann zweigte ein noch schmalerer Waldweg ab, der sich schließlich stark hangabwärts neigte, um sich nach etlichen Baumwurzeln gänzlich in den fichtennadelgepolsterten Waldboden aufzulösen. So galt es, wieder hinaufzuschieben.

Radschieben im Thüringer Wald

Die Alternativroute folgte wiederum dem Schotterweg, der auf eine schöne Wiese führte, auf der einige Begehungsspuren zu entdecken waren. Nun folgten die Touries diesem vorgeschlagenen Treck, der tatsächlich eine gewisse Entsprechung zu schmalsten Waldwegen aufwies, um dann steil hinunter in das Dorf Fehrbach zu führen. Hier waren fortgeschrittenste Fahrkünste aufzuwenden und/oder geschickte Bremsmanöver mit dem der Falllinie nur allzu willig folgenden Rad vorzunehmen. Aber die Tour de Natur hat ja nicht ohne Grund ihren Namen gewählt ...

Wiesenquerung

Das erste Etappenziel war die Werraquelle, für die noch fast 200 hm als Anstieg zu bewältigen waren, mit stetiger Steigung – eine Herausforderung und ein geeigneter Anlass für Herz-Kreislauftraining, denn der Weguntergrund war bestens. Eine Asphaltstraße führt hinauf zur eingefassten Quelle und zur Einkehr in das hübsche Gasthaus gegenüber.

Samstag, 1. August 2020, zweiter Tag der Corona-Alternativtour: Campingplatz Meyersgrund – Masserberg OT Heubach (25 km, 330 hm)

Am Vormittag wurde – mit von der Frühsonne getrockneten Zelten – wieder losgeradelt. Es ging hinauf zum Rennsteig Bahnhof, was einige Höhenmeter nehmen ließ, aber trotz sommerlicher Hitze in den Waldwegen gut zu radeln war. Einige Touries ersparten sich den Anstieg und nahmen den Zug.

Pause am Rennsteig Bahnhof

Am Nachmittag fand in der sehr interessant renovierten Veranstaltungshalle (war früher der Güterschuppen und hat heute einige Eisenträger der alten Erfurter Bahnsteigsüberdachung erhalten) des Bahnhofs eine Information der Initiative „18 für 1“ statt. Diese Gruppe hat sich die Tourismus- und Infrastrukturverbesserung der 18 südöstlich des Rennsteig liegenden Gemeinden zur Aufgabe gemacht. Das zentrale Mittel zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität in dieser „wunderschönen“ Region des Thüringer Waldes soll ein Radweg vom Bahnhof Rennsteig hinunter in Richtung Themar sein, welcher die 18 an der Strecke liegenden Gemeinden verbindet. Die Initiative ist sehr erfolgreich, kann auf breite Unterstützung in der Bevölkerung der Dörfer rechnen und hat mittlerweile lokale und auch Landespolitiker dazu veranlasst, dieses Vorhaben zu unterstützen. Das ist ein interessanter Gedanke für die Tour de Natur: Infrastrukturverbesserung durch den Bau und die Ausweisung von ländlichen Radwegen.

 

Freitag, 31. Juli 2020, erster Tag der Corona-Alternativtour: Hohenfelden – Campingplatz Meyersgrund (47 km, 300 hm)

Das Corona-Alternativ-Camp fand in Hohenfelden statt: vom 25.-30. Juli 2020. Übernachtet wurde auf dem dortigen Campingplatz bzw. am nahegelegenen Schloss Tonndorf. Hier gab es in den Tagen zuvor u.a. einen Workshop zum Lastenradbau, der großes Interesse fand. Das fertige Rad wurde erprobt (s. Foto) und dann der Hausgemeinschaft Schloss Tonndorf übergeben.

Erprobung des am Schloss Tonndorf gebauten Lastenrades

Die meisten Teilnehmer des Alternativ-Camps schlossen sich der hier am 31. Juli beginnenden Corona-Alternativtour an, die bestes Sommerwetter nutzen konnte. Am späten Freitagvormittag ging es also weiter und hinunter in das Tal der Ilm, um dort den bekannten Ilmtal-Radweg zu radeln. Dieser Radfernweg folgt dem weitgehend unregulierten und somit mäandernden Fluss und zeigt im unteren Verlauf Auenlandschaften und Wiesenwirtschaft; gelegentlich sind alte Mühlen zu sehen und an einigen Stellen auch Fördertürme der einstmals bedeutenden Salinen.

 

Die Corona-Alternativtour unterwegs auf dem Ilmtal-Radweg

Samstag, 3. August 2019, fünfzehnter Tag der TdN 2019: Barth – Stralsund (42 km)

 

Ein wunderbar sonniger und warmer Morgen begrüßte die Tourteilnehmer, deren Zahl schon etwas kleiner geworden war, was man insbesondere am Müslitisch bemerken konnte. Das gelegentlich auch mal zum Gedränge sich entwickelnde Zugreifen blieb gänzlich aus. Also: Nach gelassenem Frühstück brach die Tour de Natur zu ihrer diesjährig letzten Etappe auf.

Die Route führte über kleine Landstraßen in Richtung Nordosten. Die Landschaft ist leicht gewellt, auf vielen Feldern ist das Getreide schon abgeerntet, der Raps steht noch vollreif und der auch hier anzutreffende Mais soll noch erheblich wachsen.

Die Tour de Natur unterwegs in Nordvorpommern

Eine erste kurze Rast wurde am Kranorama, der Beobachtungsstation für Kraniche, in der Nähe von Günz eingelegt. Jetzt, im Sommer, sind diese Gäste auf dieser Wiesenfläche nicht zu sehen. Die in dieser Region brütenden Kraniche legen ihre Nester versteckt an, vorzugsweise in Waldungen. Aber im Herbst, wenn sie sich zur Reise in die südlichen Länder versammeln, dann herrscht hier regstes Treiben.

Kurzaufenthalt am Kranorama in der Nähe von Günz

Freitag, 2. August 2019, vierzehnter Tag der TdN 2019: Exkursionstag

 

Vom Quartier aus startete am Morgen eine Exkursion auf den Darß, dieses einzigartige Naturschutzgebiet zwischen dem Fischland im Westen und der Zingst im Osten, nördlich der Vorpommernschen Boddenlandschaft gelegen, bestanden von urwüchsigem Wald und zugleich mit den Stränden von Prerow eines der beliebtesten Urlaubsziele an der Ostsee, auch schon und ganz besonders zu DDR-Zeiten.

Die Etappe bis Prerow zu radeln, fand als gemeinsame Aktion mit der Bürgerinitiative „Keine Bahn ist keine Lösung“ statt. Etliche ihrer Mitglieder nahmen zusammen mit den Radlern der Tour de Natur daran teil. Den ersten Infostopp gab es am ehemaligen Bahnhof von Bresewitz, der weit außerhalb des Dorfes mitten in den morastigen Wiesen gelegen ist. Bei der Fahrt durch das Dorf fiel ein Banner auf, das gegen die Reaktivierung der Darßbahn votiert, mit dem Hinweis über übermäßige Kostenbelastung für das Dorf.

Die Tourteilnehmer hörten auf dem Bahnhofsgelände von Frau Schibilski, die wiederum für die Bürgerinitiative „Keine Bahn ist keine Lösung“ sprach, dass die BI keine gravierenden Hindernisse mehr sehe für eine Umsetzung des Projekts. Immerhin habe sogar eine Ortsbegehung mit dem Bahnvorstand Pofalla hier stattgefunden, der sich für eine Mitfinanzierung des Vorhabens durch die Bundesregierung ausgesprochen habe. Auf der Landesebene werde jedoch das Vorhaben nicht hinreichend energisch angegangen.

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