8. Tag - nur noch eine Nacht

Die letzte Nacht im Zelt war wieder frisch - und die Havel heute morgen auch. Anja hat es mir vorgemacht und überzeugt, wie wundervoll ein morgendliches Schwimmen ist. Beim Frühstück wärmen wir uns auf beim heißen Tee und der sanften Sonne. Der lang ersehnte Sommer kommt nämlich heute tatsächlich. Morgen, nach einer Nacht in Potsdam, wollen wir, mein Freund und ich, uns für ein paar Tage als normale Touristen durch die Gegend bewegen. Ohne die mir lieb gewordenen Menschen - wie wird es mir damit ergehen? Im Hinterkopf werde ich bestimmt die Stimmen, die Ansagen, die Aktionen und Begegnungen vermissen.

Jetzt zum Wochenende reisen einige ab und wir stellen uns im Kreis zusammen und singen den irischen Reisesegen. Diese Sitte gefällt mir sehr und bewegt mich.Und es kommen etliche neue Menschen hinzu. 183 waren bislang dabei!

Ja, und was auch auf so einer Tour de Natur passiert: Anja lädt uns ein, in ihrem Haus zu wohnen! Ich kann mich noch gut erinnern, als ich so ganz fremd ankam, und sich viele so freundlich begrüßt haben, ich mich gefragt habe, wie das für mich wohl sein wird - nun kann ich es mir etwas vorstellen! Danke allen schon einmal vorweg, denn ich werde bestimmt noch einen allerletzten Erlebnisbericht schreiben. Jetzt ist es dunkel, alle sind satt, die Kinder gehen zu Bett, die Älteren spielen noch und die "Alten" diskutieren, singen und genießen das bunte Miteinander.